Donnerstag, 12. Juni 2014

Vom Hügel

Schon lange träume ich von einem Floristik-"Grundkurs", sprich einer Anleitung, wie man Blumen so arrangiert, dass sie richtig gut ausschauen; allerdings habe ich bislang nichts passendes für mich gefunden. Zu teuer, zu lange, zu uninteressant - irgendeines dieser Kriterien hat bei diversen Ausbildungsangeboten immer zugetroffen. Bis ich auf "Vom Hügel" gestoßen bin. Margrit Schweighofer hat ihren Traum von Blumen (und den vieler anderer Frauen) in die Wirklichkeit umgesetzt: auf einem renovierten Bauernhof in der Südost-Steiermark (unweit von Graz, für mich insofern ein großer geographischer Vorteil), mit Atelier und ca. 1000 qm Acker, wo sie ihre Blumen anbaut. Saisonal und regional sind ihre Leitbilder, denn nur was gerade wächst und bei uns heimisch ist, wird auch geerntet und mit unglaublich kreativer Hingabe zu floralen Kunstwerken verarbeitet. Aber auch bundweise bzw. in. Blumenkisten verkauft (genau, so wie die Obstkisterln). "Slow Flowers" nennt sie ihr Konzept, und dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen. Doch: ich habe dank ihrer Unterstützung (in einem dreitägigen Seminar) gelernt, Kränze zu binden (aus Wiesengras natürlich), bezaubernde Arrangements zu machen (nicht ohne vorher eine Einführung in Ikebana, die japanische Kunst des Arrangierens, zu erhalten) und Sträuße aus den unglaublichsten Materialien zu machen (wie zum Beispiel nur "Grünzeug", das bei ihr wächst - mein Opa würde sofort die Sense schwingen und laut "Uuunkraut" rufen...). Ich schwebe noch immer im Blumenrausch und habe einen Zugang zu Blumen gefunden, den ich vorher so nie hatte. Schön, dass es Menschen gibt, die ihre Träume leben können. Und davon auch gerne was weitergeben.


Die Werkbank


Das erste Stück: ein Kranz aus Wiesengras


Arrangement aus Wiesenblumen

Körbchen (selbst "gehäkelt") mit Füllung